Piep, piep, pieeep und wieder fällt der Hanger hinunter. Ich kotze richtig ab, ist es jetzt schon die dritte Schleie in dieser Nacht. Jetzt ist aber Schluss damit! In der nächsten Session muss etwas größeres und solideres her und das wird definitiv der Stinky Boilie in 30 mm sein. Im Spätsommer habe ich vermehrt auf Boilies mit 30 mm gesetzt. Für viele ist dieses Format einfach zu groß und bei 24 mm ist bei den meisten Anglern in der Regel Schluss. Für einige zu unwirklich oder schlicht weg: „…viel zu groß für Karpfen!“ – das bekomme ich jedenfalls oft zu hören. Vor vielen Jahren waren ausschließlich Köder dieser Größenordnung in meinen Eimern zu finden. Ich nutze diese „Knödel“ echt gerne – egal zu welcher Jahreszeit! Aktuell hatte ich das Problem mit dem Schleienbeifang und das musste schnell behoben werden. Meine kurze Angelzeit war mir einfach zu schade, um Beifang zu generieren. Ausschließlich Karpfen sollten meine Köder aufnehmen.

Auf 30mm gesetzt
Vorgeweichte Boilies gab es nur beim angeln
Damit geht nichts schief – extra harte 30mm Stinky Hookbaits

So präparierte ich einen Spot von ungefähr 50-60m Länge und 5-15m in der Breite. Besondere Merkmale hatte dieser nicht, er lag direkt vor einem kompakten Krautfeld, eben auf 4m Tiefe mit einer leichten 10-15 cm dicken Schlammschicht überzogen. Diesen aktivierte ich mit einigen Kilos „mitesser-anziehenden“ Yellow-Groundbait. Die Weißfische sollten vorab den Platz etwas putzen. Dies ließ ich zwei Tage ruhen, fing dann an mit 10 Kilo von den 30 mm Stinky Boilies mit dem Groundbait zu füttern.

Birdy-Yellow Groundbait zum Platz putzen
Meine Komponenten für resistente Vorfächer
D-Rig´s verheddern nicht & haken perfekt

Nach weiteren zwei Tagen wiederholte sich das Prozedere. Einen Tag ruhen lassen und es ging für eine Nacht mit den Ruten raus ans Wasser. So kurz wie die Nacht war, so kurz ist auch das Feedback dazu – es ging nix! Ok, die Bedingungen waren auch nicht pralle. Oder hat der Platz noch nicht gezündet? Ich gab noch 2 Kilo von den „Knödeln“ nach und kam bei weitaus besserem, fangträchtigerem Wetter nach einem Tag Pause in der Abenddämmerung zurück.

Es ging nix in der ersten Nacht

Die Ruten lagen schnell mit je 10 vorgeweichten Boilies dazu gefüttert auf dem Futterfeld. Keine 20min waren vorüber, da kam auch der erste Biss. Der wilde Schuppenkarpfen konnte sich sehen lassen.

Lange sollte es nicht dauern…

…bis der Erste im Netz lag

Das Wetter war perfekt & der Platz wurde angenommen

Die meisten Aktionen kamen in der Nacht
Mein Plan hatte super funktioniert!

Diese Angelnacht konnte ich noch 3 weitere Male in ähnlicher Weise wiederholen, bis es in ein neues Abenteuer ging. Das 30mm-Projekt ist damit noch nicht abgeschlossen und wird an einem anderen Gewässer exzessive weitergeführt.

Nach diesem Fisch war erstmal schluss mit dem Projekt

Ich werde berichten…