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Was bedeutet eigentlich Lowstock? Jeder interpretiert diesen Begriff etwas anders und nicht immer
gehe ich mit diesem Begriff mit. In vielen Beiträgen und Videos wird vom sogenannten Lowstock
See gesprochen, das damit verbundene jeweilige Gewässer und der Fangerfolg den man am Ende
bestaunen kann, vermitteln aber oft ein anderes Bild.
Für mich heißt „Lowstock“. auf 1 Karpfen pro Hektar Wasserfläche zu angeln. In unseren Gefilden
gibt es einige Gewässer, welche einen so dünnen Bestand aufweisen. Meistens handelt es sich dabei
um eher kleinere Fischergewässer, die seit vielen Jahren nicht mit Karpfen besetzt wurden.
Ich mag diese Gewässerart – oft hat man hier seine Ruhe und es versuchen nur wenige andere
Karpfenangler ihr Glück.


Eines dieser Gewässer befische ich seit einigen Jahren immer mal wieder. Die zeitweise sehr zähe
Angelei, beschränke ich mittlerweile ausschließlich auf das Frühjahr. Es hat sich heraus gestellt,
dass diese Jahreszeit hier sehr effektiv ist. In dem „kleinen“ Natursee der rund 10 ha besitzt, leben
schätzungsweise 10 Karpfen. Außerdem weist der See einen hervorragenden Weißfischbestand auf.
Da das Gewässer zusätzlich über ein reichhaltiges Nahrungsangebot verfügt, ist ein Futtereinsatz von
kleinen Mengen und der Einsatz von sehr kleinen Ködern am erfolgreichsten. Je mehr Futter ich
eingesetzt habe, desto weniger gut haben meine Pläne funktioniert. Ein unnatürlich großes
Futterangebot hat fast eine Art Scheuchwirkung auf die Fische.
Fallen stellen, die Montagen mit kleinen dezenten Schneemännern oder 15mm Waftern versehen
und tief im Schilf präsentiert, bringen die meisten Aktionen. Als Beifutter kommen nur einige kleine
Yellows oder Blend Boilies zum Einsatz.
Auch im letzten Frühjahr, habe ich mich wieder versucht und wurde mit einem tollen Ergebnis
belohnt. Hier ist jeder gefangene Fisch bares Gold wert.


Ich habe einiges an Lehrgeld bezahlt, bis ich hier einen Weg gefunden habe, effektiv zu angeln.
Darum habe ich mich entschieden, an diesem Gewässer nur ab und zu auf Stippvisite vorbei zu
schauen. Das hält die Motivation hoch und verringert die Gefahr, den Spaß an der Sache zu
verlieren.