Die Tage werden kürzer. Die Nächte werden länger. Die Kraft der Sonne wird von Tag zu Tag spürbar geringer. An schönen Tagen strahlen die Blätter verschiedener Bäume in tollen Farbtönen kunterbunt in der Herbstsonne. An ungemütlichen Tagen zeigt die Welt sich grau und stürmisch. Die Fische jedenfalls, nutzen diese Zeit gerne um sich eine gute Portion Winterspeck anzufressen…
Der Herbst hat die schönsten Sonnenuntergänge
Die erste Novemberwoche ist jedes Jahr aufs Neue aufgrund des Allerheiligen-Feiertages prädestiniert, um mit den letzten Urlaubstagen noch eine schöne Herbst-Angel-Session zu planen. Hat man noch ein tiefes Gewässer zur Verfügung, stehen die Chancen ganz gut, diese Zeit im Spätherbst noch effektiv nutzen zu können.
Gemeinsam mit meinem Kumpel Stefan ging es für sechs Tage an ein schönes Baggerloch bei uns am Niederrhein. Wir waren nicht die Einzigen. Es hatte sich inzwischen scheinbar herumgesprochen, dass der tiefe Baggersee im Spätherbst noch immer interessant ist, denn fast überall am Ufer konnten wir Zelte und Brollys ausmachen. Glücklicherweise fanden wir beim Rundgang einen Angler, der plante einzupacken, sodass wir seinen Platz übernehmen durften.
Im strömenden Regen schleppten wir unsere sieben Sachen um den See und schmiedeten anschließend gemeinsam einen Plan. Wir wollten unsere sechs Ruten, jeweils zwei, in drei völlig unterschiedliche Richtungen positionieren. Der Halbinsel-förmige Platz bietet die perfekten Voraussetzungen dafür. Wir konnten uns quasi Futterplätze in drei völlig verschiedenen Seeteilen anlegen. Ich hatte mich für eine 50/50 Mischung aus „Yellows“ und „Stinkys“ entschieden, die hauptsächlich aus 24mm Boilies bestand. Einige wenige 20mm Murmeln mischte ich ebenfalls darunter und benetzte das Ganze anschließend mit Hanföl und „Yellow“ Liquid. 
Die Erfolgs-Mischung aus Yellows & Stinkys
Als Hakenköder setzte ich alles auf eine Karte und verwendete ausschließlich einzelne „Yellow“ Cork-Wafter in 24mm. In Verbindung mit Multi-Kombi-Rigs werden die im Wasser federleichten Hakenköder zu absoluten Hakmaschinen.
Never change a winnig team – Yellow Cork Wafter am Multi-Kombi-Rig
Nachdem wir uns bei einem gemütlichen Abend auf ein wenig Wartezeit, bis die ersten Fische unsere Plätze entdecken würden, eingestellt hatten, fanden wir uns schnell in unseren warmen Schlafsäcken wieder und träumten bereits von den Großfischen des Gewässers.
Unsere Träume gingen in Erfüllung – gleich 3x wurde die magische Grenze durchbrochen
Was soll ich sagen? Nach anderthalb Tagen Warten ging es erst langsam los, dann aber ging unser Plan aber mal dermaßen auf. Die Fische waren in Fresslaune und hatten letztendlich alle drei Futterplätze entdeckt, sodass unsere Hakenköder regelmäßig für Bisse sorgten. 
Wir drillten. Wir beköderten neue Rigs. Wir fotografierten. Wir fütterten nach. Wir drillten teilweise sogar gleichzeitig. 
Und welch wunderbaren Fische wir überlisten konnten… da lasse ich lieber Bilder sprechen…
Doppeldrill – geteilte Freude ist doppelte Freude

Die dicken waren auf dem Futter & in Fresslaune

Absolut Sprachlos nach diesem brachialen Spiegler

High five! Unfassbar risiege Brustflossen – da steckt Druck hinter

Ein Schuppenkarpfen wie aus dem Bilderbuch – Traumfisch!

Zum Abschluss kam noch dieser dicke Halbzeiler als Kirsche auf der Sahne hinzu
Überglücklich und ganz schön erschöpft fuhren wir nach der Session nach Hause und waren uns sicher, noch lange in den Erinnerungen der letzten Tage schwelgen zu können...